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Wie verbringe ich mehr Qualitätszeit mit meinem Kind?

Qualitätszeit mit meinem Kind

Kennst Du das? Du bist Mama und gleichzeitig berufstätig. Dein Anspruch ist für Dein Kind da zu sein. Und jetzt wie geht es weiter? Du hast nur 936 Wochenenden mit deinem Kind bis zu seinem 18. Geburtstag. Doch, da Du „Verantwortung“ für einen weiteren Menschen hast, kniest Du Dich besonders in Deinen Job rein.

Irgendwann scheint dir alles zu viel, du merkst, wie die Zeit knapp wird. Du wolltest Dir das irgendwie anders. Dachtest, Du hättest mehr Zeit für Dein Kind. Ein schlechtes Gewissen kommt in Dir auf.

Ja, du fühlst dich auch ertappt? Es macht mich traurig. Dabei haben unsere Kinder nur diese eine Kindheit und wir möchten nur das Beste für sie! Ich muss mich reflektieren. Mich in dieser Hinsicht ändern? Mal ehrlich, haben wir nicht alle schon einmal folgende Sätze benutzt?
“Warte kurz!”, “ich kann grad nicht!”, “ich muss arbeiten” “geh doch in deinem Zimmer spielen!” “du kannst doch das alleine!”

Bedeutet dies, dass wir schlechte Eltern sind oder unsere Kinder weniger lieben? Oder sind es andere Gründe? Entweder zu vertieft in unsere Arbeit oder wir versuchen alles perfekt zu machen, das Haus sauber zu halten oder das Essen pünktlich auf den Tisch zu bekommen, so dass wir das Wesentliche aus den Augen verlieren? Dabei kann manches auch einfach mal liegen bleiben.

Schlüsselwort Qualitätszeit

Und doch, wir alle haben nur 24 Stunden am Tag für alle unsere Pflichten. Das heisst, wir müssen korrekt priorisieren und versuchen alles unterzubringen.
In Bezug auf Kinder und Beziehung, ist das Schlüsselwort hier: QUALITÄTSZEIT

Wir müssen nicht 24/7 Zeit mit unseren Kindern verbringen. Doch wenn wir es tun, dann sollte es beiden etwas bringen.

Jede Mama hat ihre eigene Vorstellung davon, was Qualitätszeit mit Kind für sie persönlich ausmacht. Das kann ein gemeinsamer Ausflug sein, Geschichten erzählen, zusammen kochen oder Versteckspielen im Park. Der Begriff bedeutet allgemein die Idee von der begrenzten, aber hochwertigen Zeit fürs Kind. Fürs Kind hochwertig ist dabei jede Zeit und Situation, in der es sich gesehen und anerkannt fühlt.
Womit Eltern und Kinder ihre gemeinsame Zeit verbringen, ist zweitrangig – viel wichtiger ist, wie sie es tun. Das allerwichtigste dabei ist, dass es einen intensiven Austausch zwischen Mutter und Kind gibt und die Mutter dem Kind ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. So entsteht Qualität. So erfährt das Kind Wertschätzung, es fühlt sich wahrgenommen.

Wie verbringe ich am besten Qualitätszeit mit meinem Kind?

Das Familienleben steckt täglich voller Gelegenheiten, auf vielfältige Art Qualitätszeit mit dem Kind zu erleben. Laut Professor Klaus Hurrelmann, Sozialisations- und Bildungsforscher an der Universität Bielefeld und an der Hertie School of Governance in Berlin, zeichnet sich Qualitätszeit dadurch aus, dass die Kinder die Aktivitäten in dieser Zeit massgeblich mitbestimmen. Je älter sie werden, desto deutlicher können sie ihre Interessen artikulieren. Bei jüngeren Kindern sind die Eltern mehr auf ihr Gespür angewiesen, um herauszufinden, was ihr Kind im Moment gerne tun würde.

Inseln schaffen im Alltag

Dies klingt direkt aufwändig, vor allem wenn es dir ohnehin oft an Zeit fehlt? Ist es nicht! Viele alltägliche Situationen bieten wertvolle Momente, die du und dein Kind leicht zur Qualitätszeit machen können. Du brauchst Ideen? Hier hab ich dir gerne einige Beispiele zusammengestellt:

Beim Kochen: Die meisten Kinder helfen sehr gerne beim Kochen mit. Dies gelingt leicht, wenn man dem Kind altersgerechte Aufgaben geben kann, wie Salat schleudern, Gurkenschnippeln, etc. Beim Kartoffelschälen und Käsereiben fällt es vor allem älteren Kindern und Jugendlichen oft leichter, ins Erzählen zu kommen. Erst da wird Mami oder Papi vom “schrecklichen” Schulalltag erzählt.

Bei Tisch: Das A & O sind gemeinsame Mahlzeiten. Gemeinsam zu essen und sich über das Erlebte auszutauschen, ist zu jeder Tageszeit ein guter Anlass für ein offenes und zugewandtes Gespräch.

Schul- oder Kindergartenwege: Ein Lied singen, hüpfen, Hand-in-Hand-Gehen oder den Weg mit einem Spiel verkürzen, schafft Nähe und sorgt für gute Laune.

Haushalt: Regelmässige Aufgaben wie der Gang zum Altglascontainer, das Säubern des Katzenklos oder der Wochenendeinkauf können für Kinder ein wahres Vergnügen sein und zusätzlich lernen sie viel! Lass dich anstecken von der kindlichen Begeisterung und entdecke die unterhaltsamen Seiten dieser Arbeiten.

–> Weitere spannende Artikel zum Haushalt findest du hier:

Diese 10 Spartipps helfen im Haushalt wirklich!

Mein Weg zu einem schöneren Zuhause – ein gut organisierter Haushalt

Schlafenszeit: Wer am Abend für eine entspannte Atmosphäre im Kinderzimmer sorgt, schafft eine gute Voraussetzung für innige Momente zwischen Eltern und Kind zum Tagesabschluss. Ein Schlummerlicht stimmt auf die Nacht ein und Abendrituale wie die Gute-Nacht-Geschichte, das Schlaflied oder eine Kuschelzeit mit kleiner Massage helfen, in den Schlaf zu finden.

Zwischen den Welten von Beruf und Familie

Von Beruf auf Familie umzuschalten und in der Situation anzukommen, braucht manchmal einen Augenblick Zeit. Plane deshalb einen Moment für dich ein, um den Kopf frei zu machen:

Rückweg: Bevor du nach Hause kommst, mache einen Spaziergang, gehe zum Fitness oder verabrede dich mit einer Freundin. Hast du dazu keine Zeit, so rufe vielleicht auf dem Nachhauseweg eine Freundin an, mach dir eine Tasse Tee, hör eine Meditation oder Musik. So kommst du runter. Dein Kind wird merken, dass du dann ganz da bist, bereit für den gemeinsamen Abend.

Gemütliche Abende: Der Schlüssel zum Familienglück liegt darin, Prioritäten zu setzen. Wenn dein Kind dir etwas 3 Minuten erzählen will, höre zu. Es wird nicht ewig dauern und das Essen wegen dem kalt. „Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn du deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist“, sagt ein chinesisches Sprichwort.

Vorbereitung & Planung: Versuche deinen Haushalt mit einem Wochenplan, sowie Menuplan zu organisieren, koche vor und verwende meine Methode für ein aufgeräumtes Zuhause mit minimalem Aufwand! Du und dein Kind sind es wert, dass du gelassen und nicht gestresst bist.

Arbeiten delegieren & outsourcen: Versuche sowohl deine ganze Familie mit einzubinden, wie auch andere Menschen. Dies klappt auch ohne viel finanzielle Mittel. Man hilft sich gegenseitig. Doch auch Gartenarbeiten, Wochenreinigung, Entrümpelung und anderes lassen sich outsourcen gegen Geld. Da gehe ich wie im Business vor: wieviel ist meine Stunde wert entweder in Geld oder Zeit? Da bin ich nicht knauserig und gebe gerne etwas aus und geniesse dabei meine Zeit mit meinen Kindern!

Manchmal gelingt es uns nicht ganz so gut, wie wir möchten. Und wir sind ungeduldig und gereizt. Versuche dann mit deinem Kind zusammen einen Wohlfühlmoment zu organisieren: Wir machen uns Nüsschen und Rosinen bereit und setzen uns in den Hängestuhl zum Lesen, steigen zusammen in die Badewanne oder massieren uns gegenseitig im Bett. Das kann man bereits mit kleinen Kindern tun, meine Mini macht dann immer “Pizza” auf meinem Rücken und die Berührungen sind schön!

Was ausserdem hilft:

Schaffe dir gemeinsame Routinen und richte im Wochenverlauf feste Zeiten füreinander ein. Es geht vor allem um die Regelmässigkeit und Verlässlichkeit der gemeinsam verbrachten Zeit, nicht so sehr um die Dauer.
Ablenkung aus, Aufmerksamkeit an: Wenn Natel, Laptop oder TV ausgeschaltet bleiben, fällt es viel leichter, sich ganz dem Kind und dem gemeinsamen Spiel oder Gespräch zu widmen.
Durch die intensiv miteinander verbrachte Zeit lernen Eltern und Kind sich gegenseitig sehr gut kennen. Qualitätszeit bringt Spass und stärkt gleichzeitig die Mutter-Kind-Beziehung.

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