fbpx
Erziehung Familienorganisation

Working Mom – geht das wirklich?

Working Mom geht das denn gut?
Working Mom geht das denn gut?
Working Mom geht das denn wirklich?

Working Moms sind in aller Munde. Die Gesellschaft und die Infrastruktur ändern sich mehr denn je dafür, dass Frauen sich nicht zwischen Kindern und Karriere entscheiden müssen. Doch wie funktioniert das eigentlich? Wie läuft es bei mir zuhause? Inspiriert von einer Leserin, die mich angeschrieben hat, möchte ich das Lebensmodell „Working Mom“ etwas unter die Lupe nehmen.

Mein Blog ist nun seit 6 Monaten online und ich bin stolz auf das, wie mein Blog ankommt und was ich erleben durfte. Für mich ist und war die Momblogger-Szene ganz neu. Nun habe ich durchs Bloggen mehrere ganz tolle anderen Elternblogger (ja es gibt auch Väter unter ihnen) kennengelernt. Es macht mir Spass in meiner Freizeit zu Bloggen. Ich habe unglaublich viele Ideen und Tipps, die ich Euch gerne mitgeben möchte um Euch zu stärkeren Eltern zu machen. Doch es fehlt mir öfters die Zeit. Die Familie muss erst versorgt sein, dann muss ich noch Kreativität und Musse haben um für Euch Blog-Posts zu schreiben.

Aber jetzt zum Thema Working Mom: Warum wird das Thema berufstätige Mutter in der Gesellschaft so kontrovers behandelt? Warum fühlen sich berufstätige Mütter oft schuldig? Warum meinen viele nicht berufstätige Mütter, dass das ihre Lebensmodell das einzig richtige ist?

Für mich ist die ganze Sache eine Herzensangelegenheit. Meiner Meinung nach sollte es heutzutage selbstverständlich sein, Kinder in die Welt zu setzen und den Beruf nicht aufzugeben. In der Öffentlichkeit laufe die Diskussion über die Vereinbarkeit von Kindern und Karriere oft in die falsche Richtung finde ich.

Es gibt unglaublich viele Vorurteile gegenüber berufstätigen Müttern:

  1. Sie sind beneidenswerte Organisationstalente-> Das stimmt nur teilweise, denn wenn genügend Unterstützung da ist vom Umfeld (Partner, Familie, flexibler Arbeitgeber und Betreuungsmöglichkeiten) kann eine Mutter in der Regel gut arbeiten gehen.
  2. Sie sind Karriere-geil:-> viele Mütter haben keine Option und arbeiten ist ein ökonomischer Zwang für sie. Sie arbeiten genau für ihre Kinder. Sie sind ihren Kindern ein Vorbild, es nicht nur zuhause, sondern auch beruflich zu etwas zu bringen.
  3. Sie sind keine guten Mütter:-> Warum sollte eine Mutter „gut“ sein, wenn sie keinem Beruf nachgeht und dafür täglich den Haushalt führt? Für mit ist eine „gute“ Mutter, wenn sie in der Lage ist eine gute Beziehung zu ihren Kindern zu führen voll Vertrauen, Liebe und Offenheit. Manche Hausfrau kann das nicht. Viele berufstätige Mütter jedoch schon. Die Mütter fühlen sich bei ihrem Job bestätigt und bringen Selbstvertrauen nach Hause, was den Umgang angenehm macht.
    Ich meine dies nicht wertend, sondern, dass die Berufstätigkeit keinen Einfluss hat darüber, ob jemand eine gute Mutter ist oder nicht. Sind wir ehrlich: Wir kümmern uns doch alle unabhängig von allem am bestmöglichsten um unsere Kinder?
  4. Sie haben keine Zeit für den Haushalt:-> der Haushalt wird oft überschätzt. Vor allem, wenn alle weniger zuhause sind, merke ich den Unterschied. Es sind weniger Dinge zu erledigen. Wenn alle eingespannt sind – auch der Partner – geht dies auch. Andernfalls, kann auch eine Reinigungskraft aufgeboten werden.
  5. Sie haben wenig Einblick ins Leben ihrer Kinder:-> Kinder mit positivem Verhältnis zu ihren Eltern, erleben ein geborgenes Elternhaus geprägt von Liebe und Wertschätzung. Sie wissen, dass sie offen mit ihren Eltern reden können über alles. Bestimmt aber hat eine berufstätige Mutter keine Zeit die Kinder wie ein Kontrollfreak zu überwachen. Dies müssen viele Mütter erst lernen. Die Beziehung beruht zwingendermassen nur auf Vertrauen nicht über Totalkontrolle.

Die Liste könnte ich noch stundenlang erweitern – aber eigentlich ging es ja darum, ob das überhaupt geht – Working Mom! In den letzen Wochen bin ich auch oft von meiner Community gefragt worden, wie das bei uns denn so ablaufe. Gerne möchte ich Euch ein wenig von unseren Abläufen erzählen. Euch ein Bild geben von mir als Inspiration für die, die gerne arbeiten würden, sich aber nicht trauen bis anhin. Weiter sollten meine Beschreibungen eventuell neue Impulse für Veränderungen bringen.

Eigentlich bin ich in meine Rolle hineingerutscht. Als ich 23 Jahre alt war, wurde ich erstmals schwanger. Mitten im Studium und nebenbei berufstätig. Damals war es für mich kein Thema das Studium zu unterbrechen, geschweige denn an den Nagel zu hängen. Was hätte ich denn für kurzzeitige Beschäftigung nebst dem Haushalt und der Familie gehabt (keine meiner Freundinnen waren da während dem Tag verfügbar). Wie wäre mein Leben weitergegangen, wenn ich das Studium an den Nagel gehängt hätte? Ich wollte dies auf keinen Fall. So fing ich mich an zu organisieren:

  • Ich bestimmte einzelne Betreuungstage, wo meine Mutter, meine Grossmutter und die Krippe fix für meinen Sohn schauen konnten. Über die 15 Jahre waren das immer 3 fixe Tage unter der Woche – noch heute geht Mini 3 Tage unter der Woche zur Krippe.
  • Ich bestimmte die unsicheren Wochentage, wo ich sozusagen Springer für die Kinderbetreuung organisieren musste: Da fand ich für jeden Tag eine Nachbarin oder Freunding, die bereit war auf den Grossen zu schauen.
  • Zum Lernen ging ich zu meiner Grossmutter mit Kind: Sie sorgte für ca. 2 Stunden für den Grossen und ich musste Lernen. Das war das Schwierigste: Auf Knopfdruck leisten zu müssen.
  • Wann immer ich konnte, arbeitete ich am Samstag oder am Sonntag (dies können nicht alle sich einrichten – doch wenn ja, erleichtert es die Familienplanung). Diese Tage betreute mein Mann den Grossen.
  • Anfangs, wenn ich zu Geschäftsterminen im Ausland musste, organisierte ich einen Flug am Vorabend zusammen mit dem Grossen und flog hin. Dort hatte ich mir jeweils eine Babysitter (meistens übers Hotel – oft auch in Miniclubs von Hotels -gebucht). Ich weiss, es würde nicht jedes Kind eine fremde Person mögen, aber meiner hat es toleriert.
  • Am Samstag finden bei uns im Hause zwei Dinge mindestens statt: der Grosseinkauf für die Woche und der Putztag. Damit wir uns gut organisieren können fürs Einkaufen, schreiben wir meistens zusammen mit meinem Mann die Liste – schon geordnet nach Gruppen. Um eine gute Liste zu schreiben, muss klar sein, wieviele Vorräte aufgebraucht sind und was unter der Woche gekocht wird.
  • Wir schreiben uns einen Menuplan, der Frühstück, Znüni, Zmittag, Zvieri und Znacht beinhaltet. Dies ist eine riesen Erleichterung für uns. Denn so können wir erstens einkaufen, zweitens wissen unsere Kinder was es zu essen gibt und drittens ist die Einkaufsliste ruck-zuck geschrieben.
  • Für den Menuplan darf jedes der Kinder mind. 2 Dinge wöchentlich wünschen. Diese Wünsche werden im Familienrat beredet. Der Familienrat findet wenn möglich jeden Sonntag Abend statt. Würde Euch Einen genaueren Artikel über unseren Familienrat interessieren?
  • Unsere Aufgaben im Haushalt sind aufgeteilt: ich kümmere mich ums Wäschewaschen, Kinder füttern und anziehen, organisieren, backen und den Grossteil des Putzens. Mein Mann ist der Chauffeur, Haupteinkaufer und Hauptbügler. Staubsaugen, Kochen, Küche aufräumen und Kinder ins Bett tun, teilen wir uns auf.
  • Besonders wenn es uns zuviel wird, sourcen wir das Putzen aus. Da haben wir nicht viel Emotionen.Lieber verbringen wir die Qualitätszeit mit unseren Kindern in der Familie, als dass wir uns pausenlos zuhause auf den Haushalt konzentrieren. Wenn ihr Tipps braucht, wie mit Reinigungskräften umgeht, gebe ich die euch gerne! Schreibt mir eine E-Mail oder kontaktiert mich auf den Socials.
  • Auf die Nahrung der Kinder legen wir extrem grossen Wert: bei uns gibt es in Regelfall nichts Fertiges auf den Tisch. Vielmehr koche ich schon am Sonntag mehrere Gerichte für die Woche vor. Ich koche auch oft die doppelte Menge, um die Hälfte dann einzufrieren. Jeden Sonntag mache ich „Food Prep“: ich koche z.B. Lasagne, Humus, Linsensuppe, etc. vor. Möchtet ihr mehr zu diesem Thema erfahren, so schreibt mir bitte hier in den Kommentaren oder auf Facebook oder Mobile.

So, ich glaube, die oberen Punkte zeigen klar auf, dass man durch aktive Planung und die nötige Hilfe durchaus einer Arbeit nachgehen kann als Mutter.

Was hält ihr davon? Was sind eure Tipps oder Sorgen, die ihr mit mir teilen möchtet? Sollte ich meine Liste noch erweitern?

In Liebe,

Eure Muriel

17 Comments
Previous Post
13. Juni 2018
Next Post
13. Juni 2018

17 Comments

  • Mama geht online

    Ich arbeite auch und genieße es. Ich freue mich auf dem Arbeitsweg auf meine Arbeit und am Nachhauseweg auf meine Familie. Es ist gut so wie es ist und wir kommen damit super klar. Du sprichst mir wirklich aus der Seele, weil ich mir auch schon anhören musste, wie ich Vollzeit (!) arbeiten kann, wo ich doch ein Kind habe. Und zwar nicht der Karriere wegen, sondern weil es mir Freude bereitet, mein eigenes Geld zu verdienen. Und ja, das funktioniert. Wenn der Mann mitmacht, wenn das Kind es zulässt und wenn man organisiert ist. Und dass es bei uns zuhause nicht 100% Schmutz- und Bakterienfrei ist, darüber sehen wir einfach weg.
    LG Anke

    • Muriel

      Liebe Anke
      ich finde es hart, dass Mamas wie du und ich oft Kritik anhören müssen. Hast du je das Lebensmodell anderer kritisiert? Und dann noch öffentlich? Sicher nicht!
      Wir müssen uns gegenseitig bestärken, denn das hilft und und unseren Familien am Meisten. Wenn du einer Arbeit nachgehst, die dich glücklich macht, bin ich sicher, dass du deinem Kind viel gutes tust. Denn eine glückliche Mutter ist die halbe Miete!
      Bei wem ist es denn zuhause 100%- schmutz- & bakterienfrei? Das wäre doch gar nicht gesund 😉

      Liebe Grüsse,
      Muriel

  • Nadja

    Wow, ein tolles Statement. So einiges mache ich ähnlich, z.B. das Vorkochen und die Menüplanung
    Aber auf die Idee, das Kind mit auf die Geschäftsreise zu nehmen und dort betreuen zu lassen, wäre ich nicht gekommen.

    • Muriel

      Liebe Naja,
      ich musste gerade schmunzeln. Aber das Thema mit dem Kind auf Geschäftsreise oder -termin war anfangs eine Notlösung, da ich mich nicht von ihm trennen konnte und wollte (ich stillte auch noch). Doch mit der Zeit traf ich auch andere Mütter, die es so organisiert hatten.
      Auch war ich die erste, die bei einer Hotelinspektion das Baby in der Babytrage dabei hatte. Aber das machte eigentlich niemanden was aus.
      Gell, wenn man gut organisiert ist, resp. wenn man das lernt, dann ist vieles möglich.

      Liebe Grüsse,
      Muriel

  • Julia

    Ich arbeite und habe mich nie von jemandem gehört, dass ich keine gute Mutter sei ❤️

    • Muriel

      Liebe Julia

      das finde ich super! Ich bin froh für dich!

      Alles Liebe,
      Muriel

  • Seraina

    Ich finde den Artikel „Working-Mom“ nicht sehr gut. Nicht wegen deiner Meinung oder dem Thema. Viel mehr die Art und Weise wie du ihn geschrieben hast.
    Gut finde ich, dass es dir Spass macht. Damit hast du dein Ziel ja schon erreicht. Nicht gut finde ich solche Aussage wie: Ich habe unglaublich viele Ideen und Tipps, die ich Euch gerne mitgeben möchte um Euch zu stärkeren Eltern zu machen.
    Diese Vorstellung kann ich dir nicht nehmen wenn du sie haben willst. Aber du kannst niemanden zu stärkeren Eltern machen. Welche Eltern sind den nicht stark? Ich glaube nicht, dass eine Mama eine andere Mama mit ihren Waisheiten bewaffnen kann. Denn jedes Kind und jede Familie funktioniert anders. Allenfalls kann man eine andere Mama inspirieren. Mehr liegt aber nicht drin.

    Aber jetzt zum Thema Working Mom: Warum wird das Thema berufstätige Mutter in der Gesellschaft so kontrovers behandelt? Warum fühlen sich berufstätige Mütter oft schuldig? Warum meinen viele nicht berufstätige Mütter, dass das ihre Lebensmodell das einzig richtige ist?
    Diese Fragen sind bis zum Schluss nicht beantwortet. Es folgen Vorurteile die du, so verstehe ich das, zurecht biegst. Hier spüre ich einfach nur Unsicherheit heraus. Du willst verstanden werden. Das ist keine Kritik. Es ist sehr menschlich, nur finde ich es nicht sehr professionell.

    Gerne möchte ich Euch ein wenig von unseren Abläufen erzählen. Euch ein Bild geben von mir als Inspiration für die, die gerne arbeiten würden, sich aber nicht trauen bis anhin. Weiter sollten meine Beschreibungen eventuell neue Impulse für Veränderungen bringen.
    Das finde ich sehr schön geschrieben. Aber aus welcher Motivation willst du andere Mama zur Arbeit inspirieren? Warum willst du diese ermutigen?

    Zur Aufzählung „Das sind keine guten Mütter“ werden die Hausfrauen angegriffen. Das finde ich nicht sehr professionell. Berufstätig oder nicht hat keinen Einfluss darauf eine gute Mutter zu sein.

    Ich bin so ein Wackel-kanditat, der immer wieder überlegt ob ich jetzt bereit bin wieder zu arbeiten. Weil ich meine Job liebe und sehr gerne arbeite. Dein Artikel hat in mir gerade das Gegenteil ausgelöst. Dank deiner Liste weiss ich, dass ich also noch nicht bereit bin zu arbeiten.

    • Muriel

      Hallo Seraina
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde es schön, dass du dir Zeit genommen hast auf meinen Artikel zu antworten. Vor allem, weil für dich das Thema anscheinend relevant ist.
      Ich respektiere, dass nicht alle Menschen meine Meinung zum Thema teilen müssen.
      Gerne gehe ich kurz auf deine angesprochenen Themen ein, denn ich schätze es sehr, dass du meinen Artikel so gründlich gelesen hast:
      Meine Tipps können euch zu stärkeren Eltern machen – mein Ziel ist es tatsächlich andere Menschen zu inspirieren. Im weiteren Sinne kann man auch bestärken sagen. Ich meine nicht, dass es nicht starke Eltern gibt. Doch es kursiert sehr viel Unverständnis berufstätiger Mütter gegenüber. Und durch meine Tipps können die Eltern in dem Punkt stärker werden. Denn was ich erlebe, können auch andere!

      Schade, dass du erwartet hast, dass ich in meinem Artikel aufzeige warum die Gesellschaft es kontrovers behandelt. Mein Ziel war eigentlich mit den gängigsten Vorurteilen aufzuräumen und Hands-on Tipps zu geben. Das hat nichts mit Unsicherheit zu tun. Ich brauche mich nicht zu rechtfertigen. Im Titel steht jedoch nichts von Gesellschaft, sondern, ob es geht als Mama zu arbeiten. Schade, dass das bei dir so angekommen ist.

      Es wäre sehr schön, wenn du von dir erzählen könntest. Dieses Dilemma, in dem du steckst, ist mir fremd. Als ich das erste Mal Mutter wurde, musste ich wieder arbeiten und fertigstudieren. Sonst hätte ich alles hinschmeissen müssen. Das war für mich und für meine kleine Familie damals sicher nicht besser. Würdest du denn gerne mir privat oder vielleicht sogar hier in einem Gastbeitrag oder Abschnitt deine Sicht schildern?

      Ich möchte gerne andere Mütter inspirieren und ermutigen, da ich schon die Entscheidung getroffen habe und glücklich darüber bin. Andere hadern vielleicht, andere sind unglücklich, dass sie in eine Rolle gesteckt worden sind, die ihnen eventuell nicht gefällt. Für diese Mütter wünsche ich mir neue Impulse.

      Mit „Das sind keine guten Mütter“ war doch das Vorurteil gemeint. Die Hausfrauen werden nicht angegriffen. Ich bin genau deiner Meinung, dass die Berufstätigkeit keinen Einfluss hat darauf, ob eine Mutter eine gute Mutter ist. Meine Worte waren: „Manche Hausfrau kann das nicht. Viele berufstätige Mütter jedoch schon.“ Ich habe niemanden angreifen wollen. Für mich sind alle Mütter gute Mütter. Ausnahmen gibt es ganz wenige, die meistens auf eine psychische Erkrankung zurück zu führen sind. Gerne setze ich dort noch einen Satz hinein.

      Vielen Dank schlussendlich für deine Ehrlichkeit. Wenn mein Artikel bei dir das Gegenteil ausgelöst hat, dann konnte ich dir vielleicht auch ein bisschen behilflich sein. Alle Mütter, alle Kinder und alle Situationen sind unterschiedlich und jede Mutter muss das für sich entscheiden.

      Wie gesagt, ich würde mich sehr freuen über einen Gastbericht von dir.

      Liebe Grüsse,
      Muriel

  • mymy

    An alle Mamas mit Babys und Kleinkinder die mehr als 3 Tage die Woche arbeiten. Habt ihr nie das Gefühl diese schöne und unbezahlbare Zeit der Kleinen zu verpassen? Sie ist doch so spannen und doch so schnell vorbei?

    • Muriel

      Hallo mymy
      Ich eigentlich nicht. Erstens bin ich ausser die Arbeitsstunden immer mit meinen Kindern zusammen und zweitens bekomme ich ja trotzdem alles mit. In meinen Armen lernten sie laufen, etc.
      Unsere Zeit zusammen ist echt Qualitätszeit. Ich freue mich täglich unglaublich meine Kinder zu sehen.
      Lg Muriel

      • mymy

        Hallo Muriel
        Diese Antwort verstehe ich nicht. Was ist echte Qualitätszeit? Welche Zeit mit den Kindern ist den nicht echte Qualitätszeit?Wenn du die Zeit mit deinen Kindern so super findest, willst du dann nicht mehr davon? Hmmm, vielleicht sollte ich dich das in 15 Jahren nochmals fragen…?

        • Muriel

          Hi mymy,
          Die Tage, die ein Elternteil zuhause verbringt, sind oft nicht gerade Qualitätszeit mit dem Kind. Man muss aufräumen, putzen, kochen.
          Wenn alle ausser Haus sind und abends zurück sind, habe ich mir es organisiert, dass es weniger Hausarbeit gibt. So kann ich die Zeit mit ihnen ungestört geniessen.

          • mymy

            Du hast nicht wirklich die Vorstellung, dass die Mamas die zuhause sind, den ganzen Tag den Haushalt machen? Ich kenne keine Mama die das tut. Also ich würde tot unglücklich werden. Aber natürlich kenne ich das Gefühl dem Haushalt zu fliehen. Oder den ständigen Drang zu erledigen. Es gibt aber tausend tolle Möglichkeiten den Alltag mit Mutter und Kind zu gestalten. Hier ist die Kreativität der Mama gefragt. Die ersten zwei bis drei Jahren des Kindes ist die Hochzeit der Mama, die ich auf keinen Fall verpassen will. Die Mama ist die absolute Geborgenheit und somit hat sie den grössten Einfluss auf das Urvertrauen des Kindes. Und das Urvertrauen ist das Wertvollste, das wir den Kindern in ihrem Leben mitgeben können. Für mich persönlich die schönste Aufgabe meines Lebens. Wir Menschen haben den ständigen Drang etwas grosses zu schaffen und der Welt etwas zu hinterlassen. Die Mutter hat jetzt und hier die grösste Chance ihres Lebens der Welt etwas wirklich gutes zu hinterlassen. Ein Kind mit starkem Urvertrauen. Kein Job der Welt kreiert etwas so wertvolles. Aber dafür braucht es Zeit. Viel Zeit, Geborgenheit und Liebe. Denn wir können nicht effizient Lieben oder effizient Leben. Wir können darum auch nicht effizient ein Urvertrauen schaffen. Ich finde es schön wie du deine Abende mit deinen Kindern gestaltest. Aber du kannst nicht am Abend, denn ganzen Tag aufholen. Keine Zeit zusammen mit meinem Kind ist keine Qualitätszeit. Ausser, der Mutter geht es dabei nicht gut. Sie ist krank oder depressiv. In einem Punkt sind wir uns Eltern bestimmt einig. Wir wollen das beste für unsere Kinder. Wie man sich als Familie organisiert ist eine Glaubenssache. Der Glaube und die Philosophie von Mama und Papa ist die Ursache auf ihr Handeln. Wie sie diese grosse Aufgabe als Eltern meistern wollen. Ich glaube, die Zeit ist das Wertvollsten in unserem Leben. Zeit ist das Leben. Ohne sie können wir nicht leben, lieben und atmen. Gutes braucht Zeit. Darum will ich soviel Zeit wie möglich mit meinem Kind verbringen. Denn schnell wird es selbständig und will ohne Mama die Welt entdecken. Und dann ist es wichtig einen grossen Rucksack Urvertrauen mit sich zu tragen.
            Was mich jetzt also sehr wunder nehmen würde, was ist dann dein Glaube, deine Philosophie? Was willst du deinen Kindern mitgeben und vermitteln?

  • Nata

    Das hört sich unglaublich anstrengend an, geplante Putz und Einkaufstage und Vorkochen. Du sagst damit, dass Frau trotz Arbeit eine gute Hausfrau sein kann. Absoluter Blödsinn, Perfektionismus setzt Frauen dermaßen unter Druck. Frauen die 100% arbeiten teilen die Hausarbeit mit dem Partner und brauchen Gelassenheit, Spontaneität und genügend Zeit für sich selbst. Auch ich arbeite 100% mit einem kleinen Kind, ohne Vorkochen und Putztage. Frauen sollten nicht so unter Druck gesetzt werden.

    • Muriel

      Hi Nata
      Ich setze weder mich unter Druck noch irgend jemanden anderen. Als ich ein Kind hatte, war ich auch weniger proaktiv.
      Doch bei einer Grossfamilie muss alles geplant sein. Ob die Mutter arbeitet oder nicht.
      Ich habe nicht den Anspruch eine gute Hausfrau zu sein. Doch die Familie muss funktionieren. Solange die Kinder klein sind, geht es anders. Doch bei grösseren muss ein regelmässiges Programm eingehalten werden. Übrigens, ohne Vorkochen und Putztag wäre ich jede Minute zuhause am Kochen oder Putzen. Doch Vorkochen bringt mir viel. Einmal wird gekocht für mehrere Tage. Wenn dir das nicht liegt, dann auch OK.
      Liebe Grüsse
      Muriel

      • Seraina

        Liebe Muriel,

        Ich kann es wieder einmal nicht lassen und muss mein blöder Senf dazugeben. Ich finde wie du die Sätze formulierst klingt das alles sehr streng. Alleine diese Antwort an Nata. Eine Familie muss nicht funktionieren. Eine Familie soll einfach nur sein und Leben. Und wenn du antwortest fällst du oft in die Rechtfertigung. Schade. Es ist nicht nötig sich zu verteidigen. Du machst das super. Ich glaube dir sofort, dass das alles bei dir sehr gut funktioniert. Aber deine Aussagen klingen so bestimmend, als gäbe es nur dieses eine Rezept. Liegt wohl an den vielen „muss“ Sätzen. Gut Kommunizieren will gelernt sein. Ist gar nicht so einfach… Deine Webseite ist wunderschön, dein Foto viel zu business-like für dieses Thema. Es scheint mir alles nicht sehr authentisch. Ob wir es gut machen oder nicht, sagen und zeigen uns auch Tag täglich unsere eigen Kinder. Und das ist mein Stichwort. Darum lasse ich dieses Bloggen jetzt einfach. Wo habe ich mich denn da verirrt. Aber es war ein amüsanter Einblick in die Blogger-Welt.

        Liebe Muriel ich wünsche dir noch ganz viel Spass. Du hast ein hartes Thema gewählt. Denn über Familie, Kinder und Mutter bloggen ist ein sehr empfindliches Thema. Das man sehr individuell anschauen muss.
        Machs guet

        • Muriel

          Oh wie schade, dass du das alles so auffasst.
          Ich finde es auch schade, dass dir anscheinend nichts gefällt, was ich mache. Aber weisst du, erstens kann ich mich nicht verstellen und zweitens glaube ich, dass du und ich entweder eine komplett andere Einstellung haben, oder uns schreibtechnisch nicht verstehen.
          Für mich ist es wichtig, dass meine Familie funktioniert. Wir Eltern tragen eine riesen Verantwortung und wir können nicht einfach in den Tag leben. Kinder müssen essen, trinken, kuscheln, Qualitätszeit haben, etc. Man muss jedem gerecht werden und kann nicht einfach nur sein. Da stimme ich dir nicht zu.
          Aber vielleicht reden wir einfach aneinander vorbei. Sehr wahrscheinlich hast du weniger Kinder und musst weniger organisieren oder du bist ein Naturtalent.
          Schön, dass du bei mir mitliest. Du hast recht: Familienthemen sind keine exakte Wissenschaft. Ich kann hier nur meine Weise darstellen. Wäre ja schade, wenn alle Momblogger gleich wären ?

Leave a Reply